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Atemluftsicherheit durch Kompressor Standort
Am 22. Mai 2008 ereignete sich auf den Malediven ein tragischer Tauchunfall. Ein russischer Divemaster starb während eines Tauchgangs an einer Kohlenmonoxidvergiftung in Folge verunreinigter Atemluft, zehn weitere Taucher aus Deutschland, Australien und Russland wurden teils schwer verletzt.
Die Tragödie ereignete sich an Bord eines Safaribootes im Süd-Ari-Atoll. Nach Ermittlungen der maledivischen Behörden war es durch unsachgemäße Handhabung und Wartung der Kompressoranlage beim Flaschenfüllen zu der Verunreinigung der Atemluft der elf Taucher gekommen. Ein technischer Kompressordefekt kann hingegen ausgeschlossen werden.
Folgende Fakten stehen bislang fest: Wenige Tage vor dem Unfall versagte bei einem der Kompressoren an Bord des Safaribootes der Antriebsmotor des Fabrikats HONDA. Ein herbeigerufener Motorenmechaniker, der für die Wartung des HONDA Motors ausgebildet war, untersuchte das Aggregat und stellte fest, dass die Maschine aufgrund fehlender Wartung und mangels Öl einen Totalschaden erlitten hatte.
In diesem Zusammenhang prüfte er auch den Luftansaugfilter des Kompressors und stellte fest, dass dieser ungewöhnlich stark verkokt war. Zwar färben sich die Papierlamellen des Filters auch bei normaler Beanspruchung durch die in der Luft enthaltenen Partikel grau, bis dieser sich zugesetzt hat und getauscht werden muss. Die massiven Verkokungen bei der Anlage auf dem Safariboot konnten aber nicht durch normale Luftverschmutzung entstanden sein. Sie beruhten vielmehr auf der Ansaugung von Rußpartikeln aus Abgasen, die vom Schiffsdiesel und/oder den Verbrennungsabgasen der anderen Kompressoren stammten – und das, nach dem Verkokungsgrad des Luftfilters zu schließen, in nicht unerheblichen Mengen.
Defekter Ansaugschlauch auf dem Unfallboot Fotos, die nach dem Unfall aufgenommen wurden belegen zudem, dass die Ansaugschläuche defekt und an zahlreichen Stellen mit Klebeband notdürftig geflickt waren. Die Schlauchenden und die fehlerhaften Schlauchpassagen lagen darüber hinaus im Abgasstrom der Verbrennungsmotoren der anderen Kompressoren und des Schiffsantriebs.
Der tragische Unfall zeigt, dass nur bei korrektem Anlagenbetrieb eine Gefährdung von Leben und Gesundheit durch schlechte Atemluft nahezu vollständig ausgeschlossen werden kann. Jedoch können auch bei der sichersten Anlage durch unsachgemäße Handhabung/Aufstellung und fehlende oder schlechte Wartung unkalkulierbare Risiken entstehen. Ein Thema, für das Anlagenbetreiber und Taucher Ausgabe 01.08.2008 BTelegramm www.bauer-kompressoren.de Seite künftig stärker sensibilisiert werden müssen.
Zählt hochwertige Atemluft doch zu den wichtigsten Bestandteilen einer sicheren und guten Ausrüstung. Da Atemluft aber unsichtbar in Tauchflaschen verborgen und damit nur schwer greifbar ist, ist vielen Tauchern und Befüllstationen oft nicht bewusst, dass Gesundheit und – wie sich jetzt auf den Malediven gezeigt hat - letztlich auch das Leben von der Qualität der eingeatmeten Luft abhängen.
BAUER KOMPRESSOREN reagiert auf den tragischen Vorfall auf den Malediven und auf die schon häufiger beobachtete nachlässige Behandlung des Sicherheitsaspektes bei Betreibern und startet jetzt eine „Informations- Initiative“ in Sachen Atemluftsicherheit. Hierbei wird auf die unbedingt notwendigen Sicherheits vorkehrungen hingewiesen.
Die Formel für eine Atemluft von bester Qualität lautet:
BAUER- Kompressor
+ korrekte Aufstellung
+ korrekte Handhabung
+ regelmäßige Wartung
+ kritischer Verbraucher
= maximale Sicherheit.
Für Betreiber von Atemluftkompressoren gibt es zwei wesentliche Gründe unbedingt auf die Reinheit der Atemluft zu achten.
1. Sicherheit für Kunden und eigene Mitarbeiter
Das Unglück auf den Malediven zeigt, dass bei vielen Tauchbasen Nachholbedarf in wesentlichen Sicherheitsmaßnahmen besteht. Schon aus moralischen Gründen sollte für jeden Betreiber eines Atemluftkompressors die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter an erster Stelle stehen. Der Betreiber trägt die Verantwortung für die Gesundheit seiner Kunden und sollte dieser Verantwortung gerecht werden, in dem er in die Sicherheit und damit in die notwendigen Maßnahmen beim Unterhalt und der Wartung der Kompressoren investiert.
2. Eigene Existenzsicherung
Zusätzlich führt ein solcher Tauchunfall, wie das jüngste Unglück mit tödlichem Ausgang auf den Malediven, in der Regel zu einem Ausbleiben von Gästen und wirkt sich damit äußerst existenzbedrohend für den jeweiligen Betreiber aus. Nach dem weltweit beachteten und mit großer Bestürzung aufgenommenen
Vorfall werden viele Kunden sensibler mit dem Thema Sicherheit umgehen und sich künftig häufiger schon im Vorfeld informieren, welche Sicherheitsvorkehrungen der Betreiber des Kompressors trifft, um die Reinheit der Atemluft zu gewährleisten. Hier eine Checkliste von Sicherheitsaspekten, auf die Kunden in Zukunft bei der Wahl ihrer Tauchbasen noch stärker achten werden und die deshalb auch für Anlagenbetreiber von enormer Bedeutung sind.
- Werden Originalfilterpatronen verwendet und ist ein Logbuch mit den Wechselintervallen vorhanden?
- Wird eine ständige Filterüberwachung, wie beispielsweise der SECURUS von BAUER KOMPRESSOREN, eingesetzt?
- Ist der Kompressor so positioniert, dass nur saubere Luft angesaugt wird?
- Wird beim Einsatz von Verbrennungsmotoren eine Filterpatrone mit Hopcalite verwendet?
- Wird die Atemluft regelmäßig von zertifizierten Instituten/Fachhändlern nach DIN EN 12021 überprüft?
- Ist ein eigenes mobiles Testlabor wie z.B. das AEROTEST SIMULTAN HP vorhanden?
Betreiber von Kompressoren sollten in puncto Sicherheit nachrüsten. Auf den folgenden Seiten wird Zubehör zur Verbesserung bzw. Sicherung der Atemluftqualität vorgestellt.
Filterpatronen mit zusätzlichem CO Filter
Von BAUER KOMPRESSOREN werden spezielle Filterpatronen angeboten, die das Kohlenmonoxid in der Atemluft deutlich reduzieren. Diese zusätzliche Filterstufe wird als Hopcalite bezeichnet. Es kann in einem chemischen Prozess CO in der Atemluft in weit weniger schädliches CO2 umwandeln.
Die Filterpatrone sollte dann genutzt werden, wenn die Gefahr besteht, dass Kohlenmonoxid belastete Luft angesaugt wird. Dies ist generell beim Einsatz von Kompressoren mit Verbrennungsmotor der Fall. Beim Einsatz auf Schiffen besteht zudem die Gefahr, dass kurzzeitig Kohlenmonoxid aus den Abgasen des Schiffsmotors angesaugt wird.
Die Hopcalite Patrone dient als zusätzlicher Schutz bei vorübergehenden Luftverschmutzungen. Da der Filter nur eine begrenzte Menge CO in der Atemluft auflösen kann, ist ein dauerhaftes Ansaugen von verunreinigter Luft jedoch zu verhindern und natürlich müssen auch die in der Betriebsanleitung aufgeführten Sicherheitsvorkehrungen weiterhin eingehalten werden.
Das AEROTEST SIMULTAN HP – Ihr mobiles Atemluft-Testlabor
Das AEROTEST ermöglicht dem Nutzer ein unkompliziertes, sicheres und zeitsparendes Messen von eventuellen Verunreinigungen in der Atemluft. Aufgrund des geringen Gewichtes, seiner Größe und des niedrigen Anschaffungspreises empfiehlt sich der AEROTEST- Koffer sowohl für Anlagenbetreiber, wie auch für Endverbraucher. Das Gerät bietet viel Sicherheit
für wenig Geld. Mit dem AEROTEST können folgende Konzentrationen in der Atemluft bestimmt werden: Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), Wasserdampf (H2O) sowie synthetisches (mit Hilfe des neu entwickelten
Impaktors) und mineralisches Öl.
Vorteile des AEROTEST:
- Verunreinigte Atemluft kann frühzeitig erkannt und damit lebensgefährliche Situationen und Unfälle verhindert werden.
- Durch Messung des Wassergehaltes in der Atemluft kann einem gefährlichen Vereisen des Atemreglers rechtzeitig vorgebeugt werden.
- Erlaubt Messungen nach DIN EN 12021
- Dient als eigenes mobiles Testlabor
- Kann an Kompressoren oder direkt an Druckluftzylinder angeschlossen werden
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